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	<title>Kinopanorama &#187; Darsteller</title>
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	<description>Der Blog rund um Kino – Für Cineasten und Kinofans</description>
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		<title>Vom Schicksal verweht &#8211; Zum 100. Geburtstag von Sybille Schmitz</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 14:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Darsteller]]></category>
		<category><![CDATA[100. Geburtstag]]></category>
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		<description><![CDATA[Sybille Schmitz ist nie ein Filmstar im traditionellen Sinne gewesen, obwohl sie in hochkarätig besetzten Filmen spielte, von denen heute viele zu den Klassikern der deutschen Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts gehören: „F.P.1 antwortet nicht“ (1932), „Ein idealer Gatte“ (1935) „Tanz auf dem Vulkan“ (1938), „Illusion in Moll“ (1952), „Zwischen Gestern und Morgen (1947)“ sind Einige [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-61" style="margin-left: 20px; margin-right: 20px;" title="Kino-Sybille Schmitz" src="http://www.kinopanorama.biz/wp-content/uploads/Kino-Sybille-Schmitz.jpg" alt="Kino-Sybille Schmitz" width="250" height="170" />Sybille Schmitz ist nie ein Filmstar im traditionellen Sinne gewesen, obwohl sie in hochkarätig besetzten Filmen spielte, von denen heute viele zu den Klassikern der deutschen Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts gehören:<br />
„F.P.1 antwortet nicht“ (1932), „Ein idealer Gatte“ (1935) „Tanz auf dem Vulkan“ (1938), „Illusion in Moll“ (1952), „Zwischen Gestern und Morgen (1947)“ sind Einige davon.<br />
Nicht zu vergessen, Karl Theodor Dreyers surrealistischer Film „Vampyr“ (1932), der heute zu den absoluten Klassikern des Genres zählt. Mit Frank Wisbars „Fährmann Maria“ (1939) ging ihr Name in die internationale Geschichte der Filmkunst ein.</p>
<p><span id="more-60"></span>An ihrer Seite drehten Hans Albers, Brigitte Helm, Gustaf Gründgens, Heinz Rühmann, Willy Birgel, die Knef, Louise Brooks („Tagebuch einer Verlorenen“ (1928)).<br />
In der Tat ließ sie sich nicht einordnen und mit einem Etikett wie Sex-Appeal, Glamour oder Dämonie versehen. Es genügte ihr nicht, als brillante, mondäne, hintergründige Frau, als Schurkin festgenagelt zu werden. Sie war eine Charakterschauspielerin mit der selbstverständlichen, stolzen Eleganz einer Dame. Hinter fraulichen Charme und herber Grazie, schlug ein Herz, hinter dem sich große Melancholie verbarg.</p>
<p>Geboren im Rheinland (Düren) ging sie schon früh nach Berlin, wo sie ihre größten Erfolge feiern konnte. Ihr ganz besonderes, sinnliches Gesicht übte eine große Faszination aus, ihr Erscheinen auf der Leinwand, im Verbund mit dieser kräftigen, reizvollen Stimme erzeugte ein Fluidum, das sich erregend dem Publikum mitteilte.<br />
Was für ein Gesicht, ein herbes, das nicht zum Glücklichsein auserwählt scheint, über dem Schatten des Schicksals zu liegen schienen. Und doch war eben dieses Gesicht in seltenen Minuten des vollkommenen Glücks fähig, aufzublühen, auszudrücken, Geschichten zu erzählen. Ein Gesicht, wie das der Schmitz gab es kein zweites Mal.<br />
Sybille Schmitz war der Inbegriff der androgynen, schmerzhaften Schönheit der 30er und 40er Jahre.<br />
Der deutsche Unterhaltungsfilm in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, gefüllt mit Sentimentalität und Neo-Romantik, wusste ihre ungewöhnliche, klare Erscheinung nicht mehr so häufig einzusetzen, wie die Schmitz es zu ihren Glanzzeiten gewohnt war. Zudem wollte sie nicht jeden Part um jeden Preis annehmen, wurde schnell als problematisch eingestuft.<br />
Doch auch aus dieser Zeit gingen Filmperlen hervor wie: „Zwischen Gestern und Morgen&#8221;, in dem sie das Schicksal der Jüdin Nelly Dreyfuß spielte sowie „Illusion in Moll“, mit der jungen Hildegard Knef, Hardy Krüger und Nadja Tiller oder „Die letzte Nacht“.<br />
Die letzte (Haupt)rolle spielte sie in einer deutsch- jugoslawischen Gemeinschaftsproduktion, im Jahre 1954 „Das Haus an der Küste“.</p>
<p>Anfang der 50er Jahre fand sie erneut beim Theater die Plattform, die Ihrem Anspruch gerecht wurde. So spielte sie bei Beate von Molo im Atelier Theater in München, bei Fritz Rémond in Frankfurt und bei den Wiener Kammerspielen in der Josefstadt. Presse und Publikum lobten gleichermaßen die überdurchschnittliche Leistung der Schmitz, wenn auch schon mal das Theaterstück als Solches nicht zu überzeugen wusste. Bereits Ende der 20er lernte sie das Theaterspielen „von der Pieke auf“, auf den Bühnen des „Deutschen Theaters“ bei Europas einflussreichstem und renommiertestem Theaterregisseur &#8211; Max Reinhardt.<br />
In einer unglücklichen Stunde, einer ihr anscheinend ausweglosen Situation, machte Sie ihrem Leben am 13.04.1955 ein Ende. Vorausgegangen war ein monatelanger, durch eine Münchener Ärztin auf Rezept verordneter und unkontrollierter Missbrauch starker Medikamente.<br />
Dazu gesellte sich ein Mix aus Alkoholmissbrauch, Depressionen, Einsamkeit und Todessehnsucht.<br />
Durch den viel zu frühen Tod hinterließ sie eine bis heute nicht zu schließende Lücke.<br />
Rainer Werner Fassbinder verfilmte 1981, auf der Berlinale mit dem goldenen Bären preisgekrönt, die letzten Lebensmonate der Schmitz unter dem Titel &#8220;Die Sehnsucht der Veronika Voss&#8221; , mit Rosel Zech als Hauptdarstellerin.<br />
Auch dieser Film ist heute ein Klassiker und ein Meisterwerk Fassbinders (der erst vom Tod der Schmitz erfuhr, als er sie in einem seiner Filme besetzen wollte).</p>
<p>In Lohr am Main (Franziskushöhe) wird Sybille Schmitz vom 30. Oktober (19.30) an, eine dreitägige Ausstellung, mit Filmschau und Vorträgen gewidmet. Diese ist eine Kooperation der Franziskushöhe, der VHS, des Sybille Schmitz- Archivs- Berlin sowie des Kunst- und Kulturvereins Lohr- Gemünden.<br />
Monika Büdel und Bernhard Münzel führen durch diesen mit Spannung erwarteten Abend. Karten dazu gibt es an der Abendkasse oder über die Homepage: www.franziskushoehe.de</p>
<p>Zum 100. Geburtstag dieser außergewöhnlichen Frau ist eine Auswahl Ihrer unvergessenen Filmschätze in den kommenden Wochen und Monaten in diversen Kinos bundesweit zu sehen. So z.B.</p>
<p>02. Dez. 2009 Eva Lichtspiele/ Berlin &#8211; Abschiedswalzer<br />
03. Dez. 2009 Filmmuseum/ München &#8211; Titanic<br />
06. Dez. 2009 Babylon Mitte/ Berlin &#8211; Vampyr<br />
23. Nov. 2009 Metropolis Kino/ Hamburg – Vampyr<br />
Ende Nov. 2009 Metropolis Kino/ Hamburg – F.P.1antwortet nicht<br />
Dezember 2009 Metropolis Kino/ Hamburg – Kleine Filmreihe zum 100. Geburtstag</p>
<p>Die Biographie „Schöner als der Tod“, 1998 im Belleville Verlag erschienen, gibt einen sehr intensiven Einblick in das Schaffen und Leben der Schmitz. Friedemann Beyer ist der Autor dieses Werkes.</p>
<p>Das Sybille Schmitz- Archiv- Berlin betreut die größte Sammlung zur Schauspielerin. Die zugehörige Homepage www.sybilleschmitz.de.vu verschafft seit Ende 2003 der Schauspielerin auch im Internet eine dauerhafte Plattform. Alle Termine zum 100. Geburtstag sind dort auf einer Sonderseite tagesaktuell ersichtlich.</p>
<p>Am 02. Dezember 2009 würde Sybille Schmitz 100 Jahre alt. Ein Grund mehr, ihrer zu gedenken. Zwischen Gestern und Morgen &#8230;</p>
<p>(openPR)</p>

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